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2XKO beendet die aktive Entwicklung: Server bleiben online, Rückerstattungen starten

  • vor 9 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Riot Games hat am 20. August 2026 angekündigt, die aktive Entwicklung von 2XKO zum Jahresende einzustellen. Für das Free-to-play-Kampfspiel im Universum von League of Legends ist das eine deutliche Zäsur. Wichtig ist jedoch, was die Entscheidung nicht bedeutet: Die Server werden nicht abgeschaltet. 2XKO bleibt auch nach Dezember auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S online erreichbar; die Offline-Funktionen bleiben ebenfalls nutzbar.

Riot begründet den Schritt mit den Ergebnissen des Projekts. Laut der offiziellen Mitteilung erreichte 2XKO nicht die nötige Spielerbindung für eine langfristig tragfähige Entwicklung. Das Engagement blieb weitgehend unverändert, die Einnahmen decken die Betriebskosten nicht und eine realistische Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Modell sei nicht erkennbar.

Lux in einer unfertigen Intro-Pose für das abschließende 2XKO-Update

Der Fahrplan bis Dezember

Der abschließende Zeitplan steht bereits fest. Patch 1.3.1 erscheint am 8. September und bringt Lux ins Spiel. Mit demselben Update werden alle Champions kostenlos für die gesamte Community freigeschaltet. Der Großteil der kosmetischen Inhalte wird in einem Bundle für 39,99 Euro angeboten; Avatare, Profilinhalte und Arenen lassen sich mit erspielten Credits erwerben.

Der Ranglistenmodus wird entfernt. Das Casual-Matchmaking berücksichtigt weiterhin die Spielstärke, öffentliche Partien werden also nicht völlig zufällig zusammengestellt. Private Lobbys bleiben erhalten und werden erweitert: Riot nennt Räume für bis zu 40 Personen, Sprachchat und eine größere Karte für Gruppen und Community-Turniere.

Samira in einer unfertigen Intro-Pose, der letzte angekündigte Champion für 2XKO

Samira wird der letzte Champion

Im Oktober soll Patch 1.3.3 erscheinen und Samira als letzten Champion des Rosters hinzufügen. Für Dezember ist ein abschließender Durchgang zur Fehlerbehebung vorgesehen. Danach sind keine neuen Figuren, Wettkampfsaisons oder regelmäßig entwickelten Live-Inhalte angekündigt.

Hier verläuft die klare Grenze zwischen bestätigten Fakten und Interpretation: Die Produktion neuer Inhalte endet, das Spiel wird aber nicht eingestellt. Riot nennt keinen Termin für eine Abschaltung der Server und erklärt ausdrücklich, dass der Onlinebetrieb über 2026 hinaus fortgesetzt wird.

Offizielles 2XKO-Motiv mit Kämpfern aus dem Roster

Käufe gestoppt, Rückerstattungen gestartet

Seit dem 20. August können keine KO Points mehr gekauft werden. Riot erstattet KO Points und die Starter Edition, sofern sie bis zu diesem Datum erworben wurden. Auf PC soll der Großteil der Rückzahlungen innerhalb von zwei Wochen erfolgen; der gesamte Vorgang soll bis November 2026 abgeschlossen sein. Auf Konsolen läuft die Abwicklung über PlayStation, Xbox oder den jeweiligen Zahlungsanbieter. Für Japan und Südkorea gelten eigene lokale Verfahren.

Damit verhindert Riot weitere Echtgeldkäufe, nachdem intern bereits das Ende der aktiven Entwicklung beschlossen wurde. Falls eine Rückzahlung nicht im genannten Zeitraum erscheint, verweist das Unternehmen auf die jeweiligen Support-Anweisungen.

Die 2XKO-Arena Kiramman Yacht bei Tageslicht

Warum 2XKO kein tragfähiges Publikum fand

Riot führt die Entscheidung nicht auf einen einzelnen Fehler zurück. Das offiziell benannte Problem ist strukturell: Ein Live-Service-Kampfspiel benötigt eine ausreichend große und beständige Spielerschaft, um Figuren, Balancing, Events und Infrastruktur zu finanzieren. Bei 2XKO erreichte das Verhältnis aus Engagement, Umsatz und Kosten diese Schwelle nicht.

Redaktionell zeigt der Fall, wie schwierig es ist, die Reichweite einer enormen Marke in eine dauerhafte Community innerhalb eines Spezialgenres zu verwandeln. Das ist eine Einordnung und keine Aussage von Riot: Die Bekanntheit von League of Legends verschaffte 2XKO Aufmerksamkeit, beseitigte aber nicht automatisch Einstiegshürden und Konkurrenz im Fighting-Game-Markt.

Die 2XKO-Arena Kiramman Yacht After Dark

Was den Spielern erhalten bleibt

Erhalten bleiben das vollständige Roster, der Onlinebetrieb auf den drei bestätigten Plattformen, private Lobbys und die Offline-Modi. Lux folgt im September, Samira im Oktober und der letzte technische Durchgang ist für Dezember angesetzt. Neue Inhalte nach 2026 oder eine spätere externe Weiterentwicklung wurden nicht bestätigt.

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