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Vom Boom zum Absturz: Was wirklich mit den Einnahmen der Streamer von 2022 bis 2026 geschah

Es gab einen Moment, um 2021-2022, in dem es schien, als müsste man nur eine Webcam einschalten, um sich eine Karriere aufzubauen. Streaming war der Traum einer Generation: arbeiten beim Spielen, von zu Hause, mit einer Community, die dich unterstützt. Vier Jahre später hat sich das Bild grundlegend verändert, und viele kleine und mittlere Creator mussten sich einer viel härteren Realität stellen. Was ist wirklich passiert? Die Zahlen erzählen eine klare Geschichte.

Der Boom: als Streaming wie eine Goldmine wirkte

Glänzendes Streaming-Setup mit Münzregen

Der Lockdown hatte alles nach oben getrieben. Die Zahl der Streamer auf Twitch hat sich mehr als verdoppelt und näherte sich Anfang 2021 fast 10 Millionen, während der Umsatz der Plattform 2022 seinen Höhepunkt bei rund 2,8 Milliarden Dollar erreichte. Es gab Publikum, Verträge, Spenden und eine enorme mediale Aufmerksamkeit. Für viele schien es der perfekte Moment, um einzusteigen, und viele taten es im Glauben, das Wachstum würde nie aufhören.

Die Wende: Oktober 2022

Stark fallendes Einnahmen-Diagramm

Der Bruchpunkt hat ein ziemlich genaues Datum. Im Oktober 2022 änderte Twitch die Aufteilung der Einnahmen und brachte sehr viele Creator zurück auf einen 50/50-Split, was ihre Einnahmen faktisch reduzierte. In den Folgemonaten führte die Plattform für Partner wieder einen 70/30-Split ein, allerdings mit Zuschauerschwellen und Bedingungen, die für alle, die nicht bereits etabliert waren, schwer zu erreichen waren. Hinzu kamen restriktivere Regeln für Werbung und gesponserte Inhalte, die eine weitere Einnahmequelle beschnitten.

Die Ergebnisse zeigten sich in den Daten: Twitchs Umsatz sank 2023 auf rund 1,96 Milliarden und 2024 auf rund 1,8 Milliarden – ein Rückgang von 8 % in einem Jahr. Die angesehenen Stunden gingen zurück, und Twitch selbst hat 2024 rund 35 % des Personals abgebaut. Die Zahl der aktiven Streamer sank um Hunderttausende.

Wer den höchsten Preis zahlte

Ausgeschaltetes Streaming-Setup und leerer Stuhl

Wichtig zu verstehen ist, dass die Krise nicht alle gleich getroffen hat. Die großen Namen verdienten weiter, oft indem sie dorthin wechselten, wo besser bezahlt wurde, oder indem sie diversifizierten. Die Rechnung zahlten die kleinen und mittleren Creator, jene mit ein paar Dutzend oder Hundert durchschnittlichen Zuschauern. Um eine konkrete Vorstellung zu geben: Heute hat ein Kanal in der Spanne von 50-199 durchschnittlichen Zuschauern im Schnitt gerade einmal rund zehn zahlende Abonnenten, was sich in wenige Dutzend Euro pro Monat allein aus Abos übersetzt.

Bei solchen Einnahmen – und angesichts der Kosten und Arbeitsstunden, die Streaming erfordert – ging die Rechnung für viele schlicht nicht mehr auf. Schätzungen zufolge schaffen es heute weniger als 5 % derjenigen, die mit dem Streamen beginnen, daraus einen Vollzeitberuf zu machen. So mussten viele vielversprechende Creator eine harte Entscheidung treffen: die Webcam ausschalten und zu einem klassischen Job zurückkehren – und das Streaming vielleicht als abendliches Hobby behalten statt als Karriere.

Streaming tot? Nein, verändert

Vorsicht aber, das alles als ‚Streaming ist vorbei' zu lesen. Ist es nicht. Verändert hat sich das Modell. Wer heute von Content lebt, tut das selten allein mit dem Geld der Live-Plattform: Bei erfolgreichen Creatorn kommen 40-70 % der Einnahmen von außerhalb – YouTube, Sponsoring, Affiliate und vor allem Merchandising. Der Livestream ist zum Herz der Community geworden, nicht mehr die Haupteinnahmequelle.

Die Lektion: nicht von einer einzigen Plattform abhängen

Creator umgeben von verschiedenen Plattformen und Einnahmequellen

Wenn diese Parabel eine Lehre enthält, dann die, dass es riskant ist, alle Eier in einen Korb zu legen. Die Creator, die durchgehalten haben, sind jene, die Content als Business behandelt haben und nicht als Hobby: Clips auf TikTok und YouTube Shorts, um entdeckt zu werden, Präsenz auf mehreren Plattformen und vor allem eine wiedererkennbare Marke, die jeden Algorithmus- oder Revenue-Split-Wechsel überlebt. Gerade das Merchandising ist zu einer der stabilsten Einnahmen geworden, eben weil es ganz dir gehört: Es hängt von den Regeln keiner Plattform ab.

Bau etwas auf, das wirklich dir gehört

Die Geschichte der letzten vier Jahre lehrt, dass Community und Marke mehr wert sind als jede Plattform. Bei Smart Gfx helfen wir Gamern und Content Creatorn, genau das aufzubauen: Logo, visuelle Identität und Merchandising, die dir gehören, was auch immer passiert. Wirf einen Blick auf unsere Streetwear-Kollektion oder schreib uns – denn der Algorithmus ändert sich, Plattformen kommen und gehen, aber eine starke Marke bleibt.

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